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Der Countdown läuft: Am kommenden Donnerstag heißt es wieder „Der BAMBI geht an …“ – dann wird Deutschlands wichtigster Medienpreis im Filmpark Babelsberg in Potsdam verliehen. 20 Jahre nach dem Mauerfall und 60 Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland soll es eine glamourös-emotionale Gala mit viel historischem Hintergrund werden.
Und nicht nur in diesem Jahr freut sich Potsdam aufs Reh: Mit der Entscheidung, BAMBI auch 2010 in Potsdam zu verleihen, will das Unternehmen Burda seine Achtung vor den Helden der Einheit und den Respekt vor dem Jahrhundertprozess des Zusammenwachsens ausdrücken.
Potsdam steht wie wenige andere Städte sowohl für die bewegte Geschichte Deutschlands als auch für Aufbruch und Einheitsprozess. Die frühere Residenzstadt preußischer Könige war einer der Konferenz-Orte der Alliierten, an denen die deutsche Teilung eingeleitet wurde, sie war während der Herrschaft des SED-Regimes die Hauptstadt des größten Bezirks im Osten Deutschlands und über die Glienicker Brücke mit West-Berlin verbunden. "In Potsdam konzentrieren sich deutsche Gesellschaft und Geschichte, europäische Tradition und internationaler Glamour“, so die BAMBI-Gesamtverantwortliche Patricia Riekel.
Zu DDR-Zeiten wurden hier DEFA-Filme produziert, die das kulturelle Leben in Ostdeutschland geprägt haben. Heute ist Babelsberg auch für Hollywood ein gefragter Dreh- und Produktionsort: Zuletzt arbeitete Regisseur Quentin Tarantino an seinem Film "Inglourious Basterds". In Babelsberg lebten und arbeiteten außerdem zwei der ersten BAMBI-Preisträger: Marika Rökk und Kurt Maetzig. Und der Film "Good Bye, Lenin!", an dem das Art Department Studio Babelsberg maßgeblich beteiligt war, wurde 2003 mit einem BAMBI ausgezeichnet.
Bei so vielen Parallelen wollen Stadt und Studios dem Reh natürlich eine strahlende Kulisse für seinen großen Auftritt bieten. Auf der Glienicker Brücke symbolisiert in der kommenden Woche ein rotes Lichtband die Mitte, die frühere Trennlinie zwischen Ost und West. Ganz in der Nähe begrüßt die leuchtende Silhouette eines drei Meter hohen BAMBIs die prominenten Gäste. Auch historische Gebäude und Denkmäler in Potsdam werden angestrahlt, darunter die Villa Schöningen, die Arkaden und die Bronzeskulptur „Nike 89“ von Wieland Förster, das Schloss Babelsberg und das Maschinenhaus im Babelsberger Park.
Natürlich sollen neben den geladenen Prominenten auch die Fans ihre Stars hautnah erleben können. Deshalb wird es zwei Fanbereiche geben, einen direkt am roten Teppich für rund 200 Gäste und einen weiteren für mehrere hundert Fans. Bis zu 500 von ihnen können so zur Veranstaltung kommen und sich bei alkoholfreiem Punsch und Brezeln auf die Stars vorbereiten.
Weitere Informationen rund um BAMBI in Potsdam gibt’s übrigens auch im BAMBI-Blog von Partner Nokia.
19.11.2009
