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Deutschlands wichtigster Medienpreis BAMBI wird am 26. November im Filmpark Babelsberg in Potsdam verliehen. Darauf verständigte sich Hubert Burda Media mit dem Land Brandenburg und der Stadt Potsdam. „Potsdam steht wie wenige andere Städte für das Zusammenwachsen Deutschlands nach den Jahrzehnten der Teilung und für den entschlossenen Aufbruch in eine gemeinsame Zukunft“, so Burda-Vorstand Philipp Welte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in der brandenburgischen Landeshauptstadt.
Mit der Entscheidung, die Auszeichnungen 2009 und auch 2010 in Potsdam zu verleihen, will das Medienhaus seine Achtung vor den Helden der Einheit und den Respekt vor dem Jahrhundertprozess des Zusammenwachsens ausdrücken. „Auch heute braucht Deutschland mutige und entschlossene Menschen, die Herausragendes leisten, um unser Land sicher in die Zukunft zu führen“, so Welte, „und da gibt uns der Blick zurück auf die letzten 20 Jahre Kraft und Optimismus“. Nach zwei Stationen in Leipzig in den Jahren 1990 und1996 gastiert BAMBI zum dritten Mal in den neuen Ländern.
Brandenburgs Finanzminister Rainer Speer freut sich, dass es gelungen ist, die Preisverleihung für zwei Jahre nach Potsdam zu holen: „Dies ist ein Riesenerfolg für das Land und den traditionsreichen Medienstandort Potsdam. Es ist zudem ein bedeutendes Signal, dass der wichtigste deutsche Medienpreis sowohl im 20. Jahr des Mauerfalls als auch der Deutschen Einheit in Ostdeutschland verliehen wird.“
Auch für die BAMBI-Verantwortlichen verkörpert Potsdam auf einmalige Weise die bewegte Geschichte des Landes. Die frühere Residenzstadt preußischer Könige war einer der Konferenzorte der Alliierten, an denen die deutsche Teilung eingeleitet wurde, sie war während der Herrschaft des SED-Regimes die Hauptstadt des größten Bezirks im Osten Deutschlands und über die legendäre Glienicker Brücke mit West-Berlin verbunden.
Die von Werner Kimmig produzierte Show in der ARD erreicht jährlich rund sechs Millionen Zuschauer und schafft eine Reichweite von rund drei Milliarden Kontakten. „Dieses Publikum zu erreichen ist unser verlegerischer Auftrag, auch in schwierigen Zeiten“, erläuterte Vorstand Philipp Welte im Dezember die Entscheidung für die Preisverleihung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
BAMBI kostet nach seinen Angaben rund vier Millionen Euro, der größte Teil davon werde über Sponsoren finanziert. Das Land Brandenburg steuere 125.000 Euro aus der Filmförderung bei, Potsdam beteilige sich mit 50.000 Euro aus dem Marketingetat.
11.03.2009
