Als oberster Gott der Römer und Himmelsvater war Jupiter unter anderem für das Wetter zuständig. Bei der Verleihung der gleichnamigen Preise am Freitagabend in Berlin hatte er sein Händchen aber definitiv nicht im Spiel: Die Aschewolke hatte ganz Europa fest im Griff. Preisträgerin Johanna Wokalek saß deshalb in Wien fest, wo sie derzeit ein Engagement am Burgtheater hat.
Oliver Berben, der den Preis für die beste deutsche Darstellerin in die „Die Päpstin“ stellvertretend entgegen nahm, ließ ausrichten: “Wenn ich ein Vöglein wär’, wär’ ich jetzt hier.” Der Film wurde sogar zweifach ausgezeichnet – und Sönke Wortmann konnte den JUPITER für die beste deutsche Regie selbst abholen.
Ehren-JUPITER-Preisträger Otto Waalkes kam mit Fliege und Schirmmütze zur Verleihung und stellte fest: “Im Buch der Friesen steht geschrieben: Man muss den Otto einfach lieben.” Er scherzte: „Ich habe schon viele Lebenswerk-Preise bekommen. Aber ans Aufhören denke ich noch lange nicht.“ Andrea Sawatzki, die für ihre Rolle im Fernsehfilm „Entführt“ einen Award erhielt, freute sich wahnsinnig: „Das ist mein dritter Preis. Ich dachte ja immer, ich hätte schon mehr – aber die gehören alle meinem Mann.“
David Kross bekam die glänzende Statue als bester deutscher Darsteller und Regisseur Simon Verhoeven für seinen Film “Männerherzen”. Matthias Schweighöfer wurde für seine Darstellung des Literaturpapstes in „Marcel Reich Ranicki: Mein Leben“ als bester TV-Darsteller geehrt.
Nicht in Berlin dabei war James Cameron, der für seinen Kassenschlager „Avatar“ in der Kategorie „Bester Film International“ ausgezeichnet wurde. Zusammen mit Hauptdarstellerin Sigourney Weaver hatte er den Preis bereist im Vorfeld in Los Angeles entgegen genommen. „Vielen Dank an die deutschen ‚Avatar’-Fans. Als Publikumsfilmpreis ist der JUPITER eine Auszeichnung, über die ich mich ganz besonders freue.“
Bereits zum 31. Mal hatten die Leser der Filmzeitschrift CINEMA über den Publikumspreis für die besten Filme und Stars aus Kino und TV abgestimmt. „Der JUPITER-Award ist seit mehr als 30 Jahren eine Instanz in der deutschen Filmbranche. Und das Besondere ist: Beim JUPITER bildet der ganz normale Kinogänger die Jury“, sagt Chefredakteur Artur Jung: „Für viele Stars ist es der schönste Preis, weil er die ehrliche Meinung des Publikums widerspiegelt, die sich nicht von Verkaufszahlen oder Kritiken leiten lässt.“
Alle Kategorien und Preisträger finden Sie im PDF-Dokument in der rechten Spalte.
19.04.2010
