Hilfe zur Selbsthilfe, das hat sich die Christian-Liebig-Stiftung in Afrika zur Aufgabe gemacht. Kinder sollen durch ausreichend Bildung bessere Chancen im Leben haben. Daher baut und unterstützt die Stiftung Schulen, bisher überwiegend in Malawi. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung in München zog die Stiftung eine positive Bilanz zu ihrer Arbeit 2010.
Mit großem Interesse verfolgen die Mitglieder nach wie vor das Engagement an der Christian-Liebig-Sekundarschule in Malawi – der ersten Schule, die nach dem Tod von Christian Liebig gebaut wurde. Der Journalist starb am 7. April 2003 bei einem Raketenangriff vor Bagdad. Er war einer von über 600 Journalisten, die in Begleitung der US-Armee aus diesem Krieg berichteten. Seine Eltern, seine Lebensgefährtin, Freunde und Kollegen gründeten nach seinem Tod die Christian-Liebig-Stiftung als Zeichen der Hoffnung.
Seine damalige Lebensgefährtin und Vorstandsvorsitzende Beatrice von Keyserlingk reist regelmäßig zu den verschiedenen Projekten nach Malawi. Beim letzten Besuch im August hatte sie zahlreiche selbstgenähte Fußbälle im Gepäck, die aus der BURDA STYLE-Aktion „Ein Fußball für Afrika“ stammen. Rund 400 Leserinnen schneiderten zur Weltmeisterschaft bunte Bälle und für dieses Engagement spendete das Magazin 5.000 Euro an die Stiftung. 720 Euro kamen zudem bei einem Charity-Verkauf unter Burda Mitarbeitern zusammen. Ein „Flaggen-Ball“ dient jetzt sogar einem Geografie-Lehrer als Unterrichtsmaterial. Darüber hinaus fand erstmals an der Christian-Liebig-Sekundarschule in Malawi im August und September ein Nähkurs statt – mit Nähmaterial von BURDA STYLE.
Auch im kommenden Jahr ist viel geplant: Auf dem Schulgelände soll ein Mädchen-Schlafsaal gebaut werden. Bisher mussten sich viele der jungen Mädchen unter oft sehr schwierigen Verhältnissen in der Nähe der Schule einmieten, um den Unterricht besuchen zu können. Außerdem startet 2011 erstmalig ein Stipendien-Programm für die zehn besten Absolventen der Sekundarschule. Die Schüler werden von der Christian-Liebig-Stiftung für die Dauer ihrer Berufsausbildung finanziell unterstützt.
Neben der Arbeit in Malawi engagiert sich die Stiftung seit 2006 auch in Mosambik und unterstützt zusammen mit der Welthungerhilfe und mit Geldern aus dem RTL-Spendenmarathon das Millenniumsdorf Mabote. Ende 2010 läuft die fünfjährige Kooperation aus und die Stiftung zieht auch hier eine positive Bilanz: Fast alle Kinder besuchen nun eine Grundschule und bekommen dort auch zu Essen. Es wurden unter anderem Brunnen gebaut, Aids-Berater ausgebildet und die medizinische Infrastruktur verbessert, sowie beim Anbau landwirtschaftlicher Produkte geholfen. Seit diesem Jahr gibt es im Dorf außerdem ein Multifunktionszentrum, in dem Schulungen stattfinden, über Gesundheitsvorsorge und HIV informiert wird und in dem sich die Dorfgemeinschaft versammeln kann.
Zusätzlich zum Engagement in Mabote konnte die Stiftung den Bau einer Bäckerstube in Namaacha im Süden Mosambiks mitfinanzieren. Sie ist Bestandteil eines Mädchenheims, das von Schwestern des Ordens der Salesianerinnen geleitet und von der Welthungerhilfe gefördert wird. Die Arbeiten haben im Frühjahr begonnen, gegen Jahresende soll der Bau fertig sein.
Möchten Sie die Christian-Liebig-Stiftung unterstützen? Weitere Informationen und die Bankdaten des Spendenkontos finden Sie unter www.christian-liebig-stiftung.de.
06.12.2010
