Prävention via Smartphone? Die Felix Burda Stiftung geht in der Vorsorge neue Wege und präsentiert zusammen mit der Assmann-Stiftung für Prävenion die erste kostenlose iPhone-App, die den Rundum-Check für die ganze Familie möglich macht. „APPzum ARZT“ heißt die Anwendung.
Der Nutzer gibt Name und Geburtsdatum der Familienmitglieder ein - und das Tool errechnet die Vorsorgetermine für alle, erinnert an kostenfreie Arztleistungen und sorgt dafür, dass kein Kassenbonus mehr verpasst wird. Insgesamt enthält die App die gesetzlich empfohlenen Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen zu 13 Krankheiten, 13 Impfungen sowie allen Zahnarztleistungen und Kinderarztterminen.
„Für zahlreiche Krankheitengibt es Risikofragebögen. So kann man zum Beispiel einen Diabetes-Risikocheck machen, seine Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt testen und die erbliche Vorbelastung für Krebsarten eruieren. Wir haben uns schon länger gefragt, warum man nicht viele dieser simplen Checks zu einem großen Präventionscheck zusammenfassen könnte“, erklärt die Stiftungsvorsitzende Christa Maar die Idee zum Angebot, dessen technische Entwicklung Valiton übernahm.
Für Aufmerksamkeit noch vor dem offiziellen Start hatte die Stiftung bereits mit einem Namenswettbewerb gesorgt: Auf Facebook und der Website konnten die Nutzer Vorschläge einreichen - 660 gingen innerhalb einer Woche ein. „Die Resonanz war wirklich überraschend“, so Maar. Mit der Applikation gehe die Stiftung nicht nur den modernsten digitalen Weg, sondern integriere die Darmkrebsvorsorge in ein umfangreiches Angebot für den User. „Damit steigern wir die Attraktivität der Prävention. Und wir senken die Hürden, sich mit Darmkrebs- und weiteren Präventionsthemen auseinanderzusetzen.“
Menschen durch Kommunikation über die Wichtigkeit der Darmkrebsvorsorge aufzuklären – das hat sich die international aktive Stiftung seit nunmehr zehn Jahren zur Aufgabe gemacht. Mit zahlreichen Projekten und Aktionen, die seit der Gründung 2001 erfolgreich verwirklicht werden konnten, gilt sie als treibende Kraft in dem Bereich. Der 2002 initiierte „Darmkrebsmonat März“ zählt zu einem der erfolgreichsten und medienwirksamsten Aktionen.
Die Stiftung verleiht außerdem jährlich den Felix Burda Award und würdigt damit Projekte, Aktionen und Personen, die sich besonders für die Darmkrebsfrüherkennung eingesetzt haben. Ein Engagement, das Leben rettet: Wie eine aktuelle Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigt, konnten in acht Jahren bundesweit 100.000 Darmkrebsfälle durch Vorsorge verhindert werden.
Im Jubiläumsjahr will das Team nun nicht nur weiter an den aufmerksamkeitsstarken Projekten und Kampagnen arbeiten, sondern erstmals auch seine weniger bekannten Aktivitäten darstellen: So ist eine „Biographie“ geplant, die alle Initiativen und Erfolge der vergangenen Dekade abbilden soll.
11.01.2011
