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München, 10.06.2011

Zurück auf dem Wachstumspfad

Alle Bereiche profitabel: Beschleunigtes Wachstum durch effiziente Strukturen, starke Marken und führende Marktpositionen
Hubert Burda Media verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 eine spürbare Erhöhung des Konzernumsatzes. Der konsolidierte Außenumsatz stieg um 8,4 Prozent auf 1.720,6 Mio. € (2009: 1.587,1 Mio. €). Die Betriebsleistung erhöhte sich um 5,8 Prozent auf 2.199,4 Mio. € (2009: 2.078,2 Mio. €). Hauptursache für das Umsatzwachstum waren ein kräftiges Wachstum in den Bereichen Verlage Ausland und Digital. Die positive Umsatzentwicklung sowie die frühzeitige und weit reichende Anpassung der Kostenstrukturen an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung brachten zudem in allen Geschäftsfeldern positive Ergebnisse. Das Konzernergebnis war zufrieden stellend und lag über dem Niveau vor der Weltfinanzkrise. Burda-Vorstandsvorsitzender Dr. Paul-Bernhard Kallen: „Wir sind zurück auf dem Wachstumspfad und haben eine wirtschaftliche Basis geschaffen, um in den nächsten Jahren mit deutlich erhöhtem Tempo zu wachsen.“ Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Hubert Burda Media mit einer Fortsetzung des Wachstums und einem Umsatzsprung auf über zwei Milliarden Euro. Die konsolidierten Umsatzerlöse der Geschäftsfelder entwickelten sich 2010 wie folgt:
 
Grafik Konzernbilanz 2010
 
 
Die Vier-Säulen-Strategie mit den Bereichen Verlage Inland, Verlage Ausland, Digital und Druck ist eine Stärke des Konzerns und ein Garant für die stabile Entwicklung. Der Bereich Verlage Inland erwirtschaftete 34,1 Prozent (2009: 38,2 %) des Außenumsatzes, der Bereich Verlage Ausland 23,1 Prozent (2009: 21,6 %). Digital steigerte sich deutlich auf 35,1 Prozent (2009: 32,0 %). Der in den Vorjahren separat aufgeführte fünfte Geschäftsbereich Direktmarketing erzielte 7,5 Prozent (2009: 8,1 %). Er ist aufgrund seiner digitalen Ausrichtung ab dem Geschäftsjahr 2010 im Bereich Digital integriert. Der bisherige Kernbereich Digital lag bei 27,6 Prozent (2009: 23,9 %). Der Bereich Druck erzielte 7,4 Prozent (2009: 7,8 %) und der Bereich Sonstige 0,3 Prozent (2009: 0,4 %) des Außenumsatzes. Der Konzern hat auch 2010 weiter in den Ausbau aller Geschäftsbereiche investiert.

Digital
Die Veränderungen, die die digitale Revolution mit sich brachte, hat Verleger Dr. Hubert Burda frühzeitig erkannt. Heute ist der Konzern erfolgreich in der digitalen Welt etabliert. Mit der Umstellung auf die Profit-Center-Struktur Mitte der 90er Jahre wurde der Grundstein des Wachstumsträgers Burda Digital GmbH gelegt. Das Unternehmen ist eines der führenden digitalen Medienhäuser in Europa. Seine sechs Geschäftsfelder umfassen mehr als 50 Beteiligungen:
 
·         Consumer Electronics: „CHIP”, „Cyberport”, u.a.
·         Elektronische Zeitung: „Tomorrow Focus AG“, „Holiday Check“, „Elite Partner“, u.a.
·         Conferencing/Innovations-Plattform: „DLD”, international führende Digitalkonferenz
·         Business Community: „XING“, u.a.
·         Venture Portfolio: „suite101“, „Game:Duell“, „Glam”, „edelight”, u.a.
·         Direktmarketing: „Burda Direkt Services”, u.a.
 
Binnen weniger Jahre ist der Digitalbereich zu einer tragenden Säule von Hubert Burda Media geworden und steht heute für 35,1 Prozent des Unternehmensumsatzes. Die digitalen Geschäftsaktivitäten wuchsen kräftig auf nunmehr 603,6 Mio. € (2009: 507,3 Mio. €). Aus der Zusammenlegung der Burda Direct Group, einem der größten Direktvermarkter im deutschsprachigen Raum, mit dem Beratungs- und Technologiedienstleister Burda Digital Systems unter dem Dach der neuen Burda Direkt Services entstand Ende 2010 ein leistungsfähiger Dienstleister für Kundenmanagement, Direktmarketing und Technologiedienstleistungen mit klarer Ausrichtung auf Wachstum im digitalen Bereich und einem stabilem Umsatz in Höhe von 129,5 Mio. € (+1,3 %).

Verlage Inland
Rund 350 Mio. Zeitschriften verkaufte Hubert Burda Media 2010 im Inland. 80,4 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren werden pro Jahr von den 77 inländischen Titeln des Konzerns erreicht (2009: 77). Der Außenumsatz der inländischen Verlage ging um 3,3 Prozent auf 586,6 Mio. € zurück (2009: 606,6 Mio. €). Der Konzern steigerte trotz des rückläufigen Vertriebsmarkts seinen Grossoumsatz leicht, hielt den Erlös über alle Sparten nahezu stabil und hat durch seine Beteiligung an dem Unternehmen Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG (MZV) seine Marktposition im Vertriebsgeschäft signifikant verbessert. Im Anzeigenmarkt ist der Konzern weiterhin Marktführer. Im relevanten Wettbewerbsumfeld der deutschen Topverlage konnte die zentrale Anzeigenvermarktungsorganisation Burda Community Network GmbH (BCN) ihre Spitzenposition behaupten und ihren Marktanteil von 22,5 Prozent (ohne Medienwerbung) gegenüber dem Vorjahr (2009: 22,9 %) nahezu konstant halten. Auch dank neuer Titel wie „Mein schönes Land“, „Freundin Donna“ oder „Instyle Men“ konnte Hubert Burda Media seine starke Marktposition behaupten. Zeitschriften bleiben damit ein sehr profitables Geschäft. Seit 2008 wird das nationale Verlagsgeschäft neu aufgestellt: Dem erfolgreich abgeschlossenen Konsolidierungsprogramm CHANGE folgte im Mai 2011 ein umfangreiches, auf zwei Jahre angelegtes Programm zur Stärkung der Ertragskraft (S.P.E.E.D.).

Verlage Ausland
Hubert Burda Media und seine Partnerverlage publizierten 2010 im Ausland 226 Titel (2009: 191). Schwerpunkt der Aktivitäten war dabei Osteuropa mit 179 Titeln, gefolgt von Asien und der Türkei (insgesamt 24 Titel), daneben standen kleinere Aktivitäten in Frankreich (8 Titel) und Großbritannien (5 Titel) Der Auslandsumsatz der Verlage erhöhte sich 2010 um 15,6 Prozent auf 396,9 Mio. € (2009: 343,2 Mio. €). Der Konzern setzte die Internationalisierung seiner Verlagsaktivitäten fort und wird vor allem in Osteuropa und Asien expandieren.

Druck
Burda Druck gehört zu den großen Druckunternehmen Europas. 2010 stieg der Außenumsatz Druck um 3,7 Prozent auf 127,5 Mio. € (2009: 123,0 Mio. €). Mit der HT Burda Media Ltd., dem Joint Venture von Burda Druck und dem indischen Tageszeitungsverlag Hindustan Times, nahm 2010 die erste Illustrationstiefdruckerei für Medienprodukte in Indien die Arbeit auf. Für 2011 erwartet Burda Druck hinsichtlich Auslastung und Auftragslage keine Verschlechterung gegenüber 2010. Alle zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit möglichen und sinnvollen Maßnahmen werden ergriffen. Dazu gehört im laufenden Geschäftsjahr der Erwerb der Druckerei U.E. Sebald, Nürnberg, aus der Insolvenz der Schlott Gruppe.

Mitarbeiter
Ende 2010 beschäftigte Hubert Burda Media 7.637 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2009: 7.118). Davon entfielen 34,6 Prozent auf den Wachstumsbereich Digital mit 2.642 Beschäftigten (2009: 34,4 Prozent). Seit Jahren investiert Hubert Burda Media nachhaltig in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Der Umfang der Weiterbildungsmaßnahmen stieg erneut deutlich. Mit der Work-Life-Balance-Initiative wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Sport, Gesundheit und Entspannung gefördert. Die beiden größten deutschen Standorte Offenburg und München wurden als familienfreundliche Unternehmen zertifiziert. Über die Hälfte der Belegschaft und 33 Prozent der Fach- und Führungskräfte von Hubert Burda Media sind Frauen. In den Redaktionen ist der Anteil weiblicher Führungskräfte noch höher: Die Hälfte der Burda-Publikationen wird von Chefredakteurinnen geleitet.

Umwelt und Corporate Social Responsibility
Umweltschutz hat für Hubert Burda Media einen unverändert hohen Stellenwert und ist fester Bestandteil der Unternehmenspolitik. Durch die Optimierung der Produktionsprozesse im Druckbereich wurde der spezifische Energieverbrauch je Produktionseinheit gegenüber dem Jahr 2000 um 16 Prozent verringert. Im neuen Druckhaus in Offenburg konnten durch moderne Maschinen und neue Konzepte der Energieverbrauch und damit auch die Kohlendioxidemissionen auf nahezu die Hälfte reduziert werden. Um diese Entwicklung zu sichern und weiter voranzutreiben, wird das Umweltmanagement um ein Energiemanagement erweitert. Darüber hinaus unterstützt der Konzern mehrere Stiftungen, wie beispielsweise die TRIBUTE TO BAMBI-Stiftung, die sich Not leidender Kinder in Deutschland annimmt, die konzernnahe Christian-Liebig-Stiftung, die Menschen in Entwicklungsländern hilft, sowie zuvorderst die Hubert Burda Stiftung, die in den Bereichen Wissenschaft und Kultur aktiv ist. Zu ihr gehört auch die Felix Burda Stiftung, die erfolgreiche Aufklärungsarbeit zur Darmkrebsprävention leistet.

Ausblick
Hubert Burda Media arbeitet weiter daran, als internationales Medienunternehmen in seinen Geschäftsfeldern eine führende Rolle einzunehmen. Da das Internet als Werbe- und Vertriebskanal immer wichtiger wird, gewinnt der Bereich Digital weiter an Bedeutung und wird 2011 – auch ohne das Direktmarketing – den voraussichtlich größten Anteil am Gesamtumsatz ausmachen. Der Bereich Verlage Ausland bleibt ein weiterer Wachstumstreiber. Die inländischen Vertriebs- und Anzeigenerlöse werden von einer weiteren konjunkturellen Erholung profitieren. Aufgrund effizienter Strukturen, starker Marken und führender Marktpositionen rechnet der Konzern mit einer Beschleunigung des Wachstums. Die Anzahl der Mitarbeiter wird im laufenden Geschäftsjahr erstmals auf 8.000 steigen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.burda-news.de. 
Der Geschäftsbericht 2010 (Konzernbilanz), die Kulturbilanz sowie das DLD11-Buch stehen unter http://issuu.com/burda_news zum Download bereit.
 

10.06.2011

 

Weitere Informationen

Nikolaus von der Decken

Hubert Burda Media
Arabellastraße 23
81925 München
Tel.: +49 (89) 9250-2575
presse@burda.com

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