Die SUPERillu gibt der ersten Nach-Wende-Generation auf zehn Seiten ein Forum
Sie nennen sich die "Generation der Extreme" und erzählen, wo sie ihren Platz in der Gesellschaft sehen: junge Ostdeutsche, geboren in der Wendezeit. Aufgespürt vom Redaktionsbüro "Junges Gemüse", veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe der SUPERillu.
Jochen Wolff, Chefredakteur der SUPERillu begrüßt die Zusammenarbeit mit Nicole Kirchner und Peter Stawowy, den ehemaligen Machern des Dresdner Jugendmagazins "Spiesser": "Die Berichterstattung über unsere jungen Leute ist oft einseitig und befördert Vorurteile. Da ist von 'Koma-Säufern' und 'Dauer-Praktikanten' die Rede. Wir haben das Experiment gewagt und der Jugend zehn Seiten zur Verfügung gestellt. Wir haben weder redaktionell noch gestalterisch Einfluss genommen."
Das Dossier zeigt, wie selbstreflektierend und durchaus selbstironisch sich die Jugendlichen in der heutigen Gesellschaft einordnen. Mit einer zugespitzten Typologie werden die Klischees heutiger Jugendkultur nachgezeichnet: Generation Doof ("Steht aber so bei Wikipedia"), Generation Ypsilon ("Ich update gerade noch das Business-Profile"), Generation Praktikum ("Ich verdien’ zwar nichts, aber das Projekt macht Spaß") oder Generation Internet ("lol, rofl").
Das Redaktionsteam füllt die Räume zwischen diesen Stereotypen und gibt der ersten gesamtdeutschen Generation das Wort. Sie kennt die Wende nur noch aus Erzählungen und zeigt sich in dem Dossier nachdenklich, aber selbstbewusst. Malte, 21, aus Dresden, sagt: "Wir sind keine pessimistische Generation. Ich glaube, wir haben nur eine andere Aufgabe: erhalten statt aufbauen."
Das zehnseitige Dossier des Dresdner Redaktionsbüros "Junges Gemüse" erscheint in der kommenden Ausgabe der SUPERillu, im Handel ab 9. Juli.
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Jonas Grashey
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